GdP reagiert auf anmaßenden Leserbrief
Donnerstag, den 09. August 2007 um 18:47 Uhr
Mit Erschrecken habe ich heute den Leserbrief der Frau Anita Pudewell zur Kenntnis genommen. (Artikel siehe unten)
Nicht nur, dass von ihr das Problem der „Moerser Raser“ als reines polizeiliches Problem dargestellt wurde. Sie fand auch noch für die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen die Worte „Feigheit, Faulheit und Bequemlichkeit“ und reduziert die
tägliche Polizeiarbeit auf „Radarfallen und Knöllchen schreiben“ Das haben Polizisten nicht verdient.
Hier wird nur allzu deutlich, welch falsches Berufsbild so mancher vor Augen hat, wenn er von der Polizei redet.

Richtig ist vielmehr, dass die Verkehrsüberwachung und die Bekämpfung von Hauptunfallursachen eine wichtige Facette polizeilicher Arbeit ist. Sollten Brennpunkte auftreten reagiert die Polizei, wie auch in Moers, unmittelbar mit einer Erhöhung des Kontrolldrucks. Daneben wird die Polizei täglich im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung tätig und bewältig zudem eine Vielzahl von Einsätzen, angefangen von der Ruhestörung bis zur Bearbeitung von Kapitaldelikten. Aus den öffentlichen Diskussionen sollte bekannt sein, wie knapp die Personaldecke bei der Polizei ist. Umso wichtiger ist es, dass an dem gesamtgesellschaftlichen Problem „Raser“ alle zuständigen Behörden im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig werden. Dazu gehören auch Verkehrsbeschränkungen und bauliche Veränderungen der Straßenführung, die wirkungsvoll und nützlich sind, aber natürlich alle Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen.

Die Aufrechterhaltung des Klischees des „feigen, faulen und bequemen Polizeibeamten“ nützt niemanden und beleidigt die Kolleginnen und Kollegen die jeden Tag bei einer enormen Arbeitsbelastung und Aufgabenzunahmen für die öffentliche Sicherheit gerade stehen.

Mit gewerkschaftlichem Gruß

Detlev Gertenbach
Vorstandsvorsitzender



Quelle: NRZ - Moers vom 09.08.2007
 
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